Teppichgalerie Mona - Tex Heppenheim


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Teppich ABC


Kars
In der gebirgigen Umgebung der alten Festung Kars, nahe dem anatolischen Grenzgebiet, entstanden Kasak-Typen, die den Yürük-Teppichen sehr ähnnlich sind. Sie zeigen zumeist drei oder vier hakenbesetzte und aus farbwechselnden Hackenstreifen gebildete Rauten als medaillonartige Hauptmotive angereiht, die oft mit einem Oktogon eingerahmt sind. Der Grund ist rot oder hellblau. Gelb, grüne und weiße geometrische Füllmotive sind im Feld zerstreut. Die weiße Hauptborte ist abwechselnd mit bunten Hackenstäben und gezackten Rosetten besetzt. Kars-Brücken sind aus vorzüglicher Wolle gröber geknüpft und haben einen halbhohen Flor.

Kasak
Die Teppiche der Kasakenstämme, die den südwestlichen Transkaukasus und zum Teil das westliche Tscherkessen-Gebiet bevölkern, sind wohl die typischen Knüpferzeugnisse dieses Bereiches. Deshalb werden die meisten kaukasischen Teppicharten verallgemeinernd als "Kasak" bezeichnet. Die Kasakenstämme nennen sich selber Adighi, Bodschali, Karatschai, Tschelebi, Tschala, Tscherkess usw. Obwohl ihre Knüpfarbeiten in Charakter und Struktur ziemlich übereinstimmen, sind sie je nach Hersteller und Herkunftsort doch sehr unterschiedlich und weisen eine Reihe mannigfaltiger Typen auf. Gemeinsam sind allen Kasaks die großzügige geometrische Musterkomposition sowie die Klarheit der breitflächig und gegensätzlich verteilten, kräftigen Farben.

Kaschmir
Der Kaschmir-Teppich gilt als der feinste und renommierteste Teppich Indiens. Seit der Teilung der ehemaligen englischen Kolonie in die beiden Nachfolgestaaten Indien und Pakistan ist das historische Fürstentum Kaschmir zwischen den beiden genannten Ländern aufgeteilt.
Teppiche unter der Bezeichnung Kaschmir oder Srinagar werden aber nur im indischen Teilstaat geknüpft. Dieser nördlichste Unionsstaat der Republik Indien besteht aus zwei Großprovinzen, dem auch noch ein Teil der Ethnie Ladakhs zugeschlagen wird und heißt korrekt "Djammu und Kaschmir". Wegen seiner Höhenlage und seines im Sommer nicht so feuchtheißen Klimas wie es in den tiefer gelegenen Landesteilen Nord-Indiens herrscht, war die Bergregion Kaschmirs für Begüterte schon immer ein bevorzugter Sommeraufenthalt. Hauptstadt und Knüpfzentrum ist seit jeher Srinagar. Der Name dieser Stadt wird gelegentlich auch als Provenienzbezeichnung genutzt.
Die Muster der Teppiche sind klassisch und dezent, die Farben sind oft dem aktuellen Geschmack angepasst.

Kayserie
Die alte mittelanatolische Stadt (Caesarea) besaß schon unter den Seldschuken Teppichknüpfereien. Von hier kommen Teppiche feiner und mittlerer Qualität auf den Markt, darunter auch solche mit Seidenflor. Alte türkische, persische und auch kaukasische Muster dienen als Vorbilder. Eine vorwiegend lichte Farbenskala der Motive auf hellem Grund macht die Kayserie-Tepiche vornehm und freundlich. Der meist recht hohe Flor der neueren Stücke besteht aus feinfaseriger, seidig glänzender Wolle. Sie haben baumwollene Kett-, aber wollene Schussfäden und eine mittelschwere biegsame Struktur. Auf ein Quadratmeter entfallen etwa 220.000 persische Knoten.

Keschan (Kaschan)
Diese mittelpersische Stadt ist eines der ältesten Zentren anspruchsvoller Teppichkunst. In den Hofmanufakturen von Kaschan wurden im 16. Jahrhundert die feinsten Prachtteppiche der Geschichte, die berühmten seidenen Jagd- und Tierteppiche mit über einer Million Knoten pro Quadratmeter geknüpft. Die Produktion wurde im 18. Jahrhundert mit dem Untergang der Hofmanufakturen beendet. Neuere Keschan-Teppiche sind erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts wieder auf dem europäischen Markt und gehören auch heute zu den besten Knüpferzeugnissen Persiens.

Kirman
Das südostpersische Zentrum der Teppichkunst, die Stadt Kirman, hatte schon in der Seldschukenzeit Knüpfereie. Hier wurden ach die sogenannten Vasenteppiche der klassischen Periode erzeugt, deren Muster, das aus fortlaufenden Wellenranken gebildete Rautensysteme mit Füllmotiven, sich bis in dem 19. Jahrhundert noch ein Rautenmuster in altem Stil zeigen oder auch mit Spiralranken, Rosetten und Lanzetblättern in unendlich fortlaufendem Rapport gemustert sind, weisen die älteren Stücke aus dem 18. Jahrhundert vereinzelt Muster mit konzentrischer Medaillongliederung auf. Daneben hat man auch Rapportmuster aus kleinteilig angereihten Blütenornamenten verwendet.

Loribaff
Gabbeh werden von den Kaschkai, Luren, Bakhtiaren, Boyer Ahmad, Mamassani, Khamseh, Afscharen und nomadisierenden Arabern in der südwestiranischen Provinz Fars geknüpft. Sie stammen damit aus dem Kernland der Perser mit dem unweit von Schiras gelegenen Persepolis. Ursprünglich wurden sie dort ausschließlich für den Eigenbedarf der Nomaden hergestellt. Es gibt sie bereits seit mehreren hundert Jahren, doch sind, wie bei den meisten Nomadenteppichen, keine sehr alten Exemplare erhalten. Ihr Ursprung ist auf die Entstehungszeit der Teppichknüpfkunst in Persien zurückzuführen.


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