Teppichgalerie Mona - Tex Heppenheim


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Teppich ABC


Mesched
Die Hauptstadt Khorassans ist eins der ältesten Zentren der persischen Knüpfkunst. Früher wurden die Mesched-Teppiche vorwiegend mit Rapportmuster geknüpft; heute wird fast ausschließlich die Medaillongliederung als Muster verwendet. Charakteristisch ist das aus Arabesken kunstvoll gebildete Medaillon von acht- oder sechzehnzackiger Sternform mit dessen Vierteln in den Feldecken. Medaillon und Eckviertel erscheinen gelegentlich auf einem ungemusterten violettroten Grund; zumeist jedoch ist dieser mit dicht verschlungenem Rankenwerk und mit Blüten besetzt. Alle haben eine breite, reichgeschmückte Bortenanordnung. Das Kolorit setzt sich aus den Tönen von einem für Mescheds eigentümlichen violetten Roten und Blau zusammen; dazwischen sind das Grün der Ranken und Blätter sowie das Orangegelb, Rosa und Weis der Blüten verteilt. Der typische Mesched ist vorwiegend dunkel. Selten kommen aber auch Typen mit hellem Kolorit oder mit cremefarbenem Grund und relativ buntem Muster vor. Diese haben dann gewöhnlich ein kleineres Medaillon.
Der hohe, dichte Flor der Mescheds ist aus der seidig glänzenden aber ziemlich weichen Wollsorte des Khorassan-Gebiets geknüpft. Obwohl ihr Grundgewebe aus festgezwirnten Baumwollfäden besteht und die Struktur ziemlich eng geschlagen ist, sind die Mescheds im Griff eigenartig schmiegsam. Das lässt sich nicht nur mit der Wolle erklären, sondern vor allem damit, dass man hier von dem versteifenden Füllschuss keinen Gebrauch macht. Die Manufakturen von Mesched knüpfen alle Maße, haben aber wenig Brückenformate. Die durchschnittliche Knüpfungsdichte ist etwa 260.00 persische Knoten pro Quadratmeter.

Moud
Die besten und schönsten Mescheder Teppiche werden als Moud bezeichnet. Sie zeichnen sich vorallem durch besonders feine Knüpfung, einen glatt geschorenen, dichten mittelhohen Flor sowie durch das sehr klar gezeichnete, reiche Medaillon- und Ranken-Blüten-Muster mit harmonischen Farben aus. Die Moud-Teppiche haben eine ausgesuchte, vorzügliche Knüpfwolle mit Glanz und eine feste aber biegsame Struktur. Das Grundgewebe besteht aus dünn gesponnenem Baumwollgarn. Die Knüpfungsdichte ereicht oft die 400.000 persischen Knoten pro Quadratmeter.

Nain
Ein besonders fein geknüpfter Typ wird in der Stadt Nain hergestellt. In seinem vorwiegend hellen Kolorit und oft auch im Muster nähert sich der Nain im Charakter den Isfahans. Die Nain-Teppiche zeigen feingegliederte Ranken-Kompositionen. mit schwungvollen großen Botah-Motiven. Zarte Medaillons mit Vasen als Ansätzen werden ebenso gern als Muster verwendet wie einfallsreiche Ranken-Blüten-Zeichnungen ohne Medaillon. Die Struktur ist mit ihrem dünnen, baumwollenem Grundgewebe und dem mäßig hohen, spiegelglatten, sehr dichten Flor außerordentlich fest. Die Nains sind kleinere Teppiche länglichen Formats, Brücken und auch sehr schöne Gebetsteppiche mit einer durchschnittlichen Knüpfungsdichte von 320.000 persischen Knoten pro Quadratmeter.

 

Nepal
Das kleine, zwischen Indien und Himalaya gelegene Königreich Nepal, stellt seit einigen Jahren Knüpfteppiche her. Hauptzentren sind die Hauptstadt Katmandu, aber auch Pokhara und Solohumbu. Es wird gute Wolle mit einer groben Knüpfung, dem Sennehknoten verwendet. Die Muster stammen aus dem nepalesischen und tibetischen mythologischen Formenschatz, daneben gibt es aber auch "orientalische" Muster.

Pakistan
Das einstige Beludschistan, jetzt Pakistan, liegt südöstlich von Persien und beherbergt auch Stämme, die sich mit der Herstellung von Knüpfteppichen befassen. In neuester Zeit wurden hier Werkstätten in Betrieb genommen, die sehr fein geknüpfte, hochflorige Teppiche und Brücken mit turkmenischem Muster verfertigen. Diese sogenannten Pakistani-Buchara weisen Oktogon-Muster in verschiedenen Farben auf. Sie haben eine glänzende, aber sehr weiche Wollqualität. Die Pakistani-Buchara zeigen cremefarbenen, weichselroten und mitunter auch einen grellgrünen Grund. Die Knüpfungsdichte liegt bei 400.000 persischen Knoten pro Quadratmeter.

Sarugh
Der Ruhm dieses Namens beruht auf der Schönheit, der Knotendichte und den klaren Zeichnungen, der im Dorf Saruk in Heimarbeit geknüpften Brücken. Das Dorf war jedoch nicht imstande, den Bedarf an größeren Teppichen zu befriedigen, daher haben die gut ausgerüsteten Werkstätten Sultanabads die Aufträge amerikanischer und europäischer Importfirmen übernommen. Die Sultanabader Saruk- Teppiche, die in Lohnarbeit hergestellt werden, können zwar wegen der höheren Kosten nicht so fein geknüpft sein wie die Heimarbeiten, doch gelten auch sie als Spitzenerzeugnisse ihrer Art. Die Sultanabader haben bis zu 360.000 persische Knoten pro Quadratmeter.

 

Täbris
Der Ruhm dieses persischen Teppichs ist mit dem Namen der Stadt Täbris eng verbunden. Die erste Residenz der Safawiden-Dynastie und Hauptstadt Aserbaidschans ist das alte Zentrum der nordwestpersischen Teppichknüpfkunst. Von hier stammen die ältesten erhalten gebliebenen Prachtteppiche Persiens, die im 16. Jahrhundert in den Hofmanufakturen geknüpft wurden. Die klassischen Täbris-Teppiche sind vorwiegend im barocken Stil der Medaillongliederung mit verschlungenem Rankenwerk und Blüten gemustert. Verschiedene Typen haben jedoch auch unendlich fortlaufende Rapportmuster, die aus netzartig angeordneten Kartuschen und Schildern, rollenden Reihen, spiralförmiger Arabeskranken oder auch versetzt angereihten Medaillons bestehen. Das Grundgewebe besteht aus dünn gezwirntem Baumwollgarn. Die Knüpfung hat durchschnittlich 260.000 persische und türkische Knoten pro Quadratmeter

Ziegler
Die nicht endende Welterfolgsgeschichte
Es ist eher unbekannt, dass der antike Ziegler gewissermaßen als eine Art Notlösung startete. Dieser sollte nämlich den Devisenhaushalt eines in Persien Handel treibenden, britischen Unternehmens stabilisieren. Es war nicht geplant, dass er ein dominierender Handelsartikel wird, dessen Name heutzutage ein Qualitätsbegriff ist.
Zurzeit sieht es so aus, dass sich der damalige Erfolg der Ziegler-Teppiche weltweit ein zweites Mal wiederholen wird.
Ziegler-Teppiche sind derzeit mal wieder die Favoriten von Handel und Verbraucher. Ein renommierter Anbieter kommt ohne ein ansprechendes Ziegler-Sortiment nicht aus. Diese Teppiche fallen durch ihr florales Muster mit matten, zarten Farbtönen auf, die exakt den Zeitgeschmack treffen.

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